An jeweils zwei Abenden im November 2012 und März 2013 findet das Finale des erfolgreichen Wagnerzyklus von Chefdirigent und Künstlerischen Leiter Marek Janowski mit den vier Aufführungen des „Ring des Nibelungen“ in der Philharmonie statt. In „Das Rheingold“, „Die Walküre“, „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ sind erneut Wagnersolisten von Weltrang zu hören. mehr...
Wie alle Konzerte des Wagnerzyklus wird die „Ring“-Tetralogie von Deutschlandradio Kultur aufgezeichnet und einige Tage nach der jeweiligen Aufführung gesendet. Das niederländische Label PentaTone schneidet die Konzerte live für die Veröffentlichung auf SA-CD mit. Bis Ende 2013 sollen alle zehn Teile des Zyklus auf den hochwertigen Tonträgern erhältlich sein. Nach „Der fliegende Holländer“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ erscheint am 23. März 2012 „Parsifal“, dem voraussichtlich im Juni „Lohengrin“ folgt.
Der polnische Komponist und Dirigent Witold Lutosławski würde im Januar 2013 seinen einhundertsten Geburtstag feiern. Ihm zu Ehren spielen Marek Janowski und das RSB im Konzert am 27. Januar seine Gedenkmusik für Béla Bartók und sein Konzert für Orchester.
Vom 27. bis 30. September veranstaltet das RSB am Kulturforum ein Konzertwochenende im Zeichen Mozarts. Zwei Sinfoniekonzerte in der Philharmonie Berlin umrahmen ein Kammerkonzert in der Kirche St. Matthäus. Erlesene Werke des Salzburger Ausnahmekomponisten erklingen in Kombination mit Kompositionen, mit denen Maurice Ravel und Max Reger ihm später ihre Referenz erwiesen.
63 Konzerte spielt das RSB in der Spielzeit 2012/13, davon 48 in Berlin. Der Chefdirigent leitet insgesamt 30 der Konzerte, 17 davon in der Hauptstadt, 13 auf Gastspielen.
In der neuen Saison begrüßt das RSB fünfzehn Gastdirigenten. Dabei geben James Gaffigan, Alondra de la Parra, Jean-Christoph Spinosi u.a. ihr Debüt am Pult des Orchesters. Zum wiederholten Male arbeiten u.a. Mihkel Kütson, Vasily Petrenko und Frank Strobel mit dem RSB. Als Solisten werden u.a. Martin Helmchen, Marie-Elisabeth Hecker, Iveta Apkalna, Johan Reuter, Anna Vinnitskaja, Christian Tetzlaff und Arabella Steinbacher in den Konzerten auftreten.
In der sechsten Spielzeit in Folge arbeitet das RSB mit Herbert Feuerstein zusammen, der als feinsinniger und humorvoller Moderator durch drei „Konzerte für Neugierige“ führt. Dabei wird er dem Filmkomponisten John Williams huldigen, außerdem ergründen, was Mensch, Musik und Maschine miteinander verbindet und sich die Seele der mexikanischen Musik erschließen. Im Juni wagt er im Landgestüt Redefin einen musikalischen Ritt durch die Westernmusik.
Für seine Kammermusik greift das RSB größtenteils auf bewährte Klangräume zurück. Drei Veranstaltungen finden im Felleshus der Nordischen Botschaften statt, drei Konzerte im Neuen Museum in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Museen, die jeweils Sonderführungen vor den Konzerten ermöglichen. Mit der Kirche St. Matthäus wird am Mozartwochenende ein neuer Konzertort eingeführt. Auch der Lichthof des Deutschen Historischen Museums wird wieder zur Konzertbühne, wenn um Christi Himmelfahrt zum achten Mal die Schlüterhofkonzerte stattfinden.
Die Höhepunkte der sieben Familienkonzerte stellen das Mitmachkonzert „Zirkus Klangrausch“ im Radialsystem V und die dreifache, konzertante Aufführung des „Fliegenden Holländers“ für Kinder dar. Letztere findet nicht – wie in der Saisonbroschüre angekündigt – im Atze Musiktheater statt, sondern in der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ-Berlin.
Gastspiele führen das Orchester zum Choriner Musiksommer, zum Septembre Musical nach Montreux, zu den Settimane Musicali di Ascona nach Locarno und zu den Meraner Musikwochen. Im Frühjahr sind eine Spanientournee nach Alicante, Valencia und Barcelona und eine Konzertreise nach Aschaffenburg, Köln und Nürnberg geplant. Im Juni werden Gastkonzerte bei Hoppegarten Klassik und bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern in Redefin gegeben, bevor Anfang Juli drei Konzerte im Rahmen des Festivals International de Colmar stattfinden.
24 Sinfoniekonzerte werden von Deutschlandradio Kultur live oder zeitversetzt gesendet. Neben den Live-Aufnahmen des Wagnerzyklus durch PentaTone bleiben Studioaufnahmen ein festes Standbein des RSB. Mit Marek Janowski wird die Gesamteinspielung von Hans Werner Henzes Sinfonien für WERGO im Laufe der Saison mit den Sinfonien Nr. 1, Nr. 2 und Nr. 10 vervollständigt. Für PentaTone wird außerdem die Sinfonia Domestica von Richard Strauss eingespielt.