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Gil Shaham

Violine

Gil Shaham

Gil Shaham kennt keine Berührungsängste, wenn es um gute Musik geht. Mit der gleichen Intensität, mit der er Bachs Partiten für Violine solo spielt, widmet er sich der Walzerfolge aus Strauss‘ „Rosenkavalier“. Wenn er den vier Saiten seiner Geige Piazzolla-Tangos entlockt, dann vermag er südamerikanisch zu schmachten, wenn er Violinsonaten eines César Franck oder Gabriel Fauré spielt, trifft er exakt den noblen, leidenschaftlichen Ton der Franzosen. Gil Shaham fühlt sich als Romantiker und gibt das offen zu. Das betrifft vor allem seinen unnachahmlichen Stil: rund, schön, geschmackvoll, gar nicht asketisch oder schrill. Soweit sich die Moderne oder auch Vivaldi dieser Prämisse zu beugen verstehen, weicht er keiner Epoche aus.
Seit Gil Shaham 1990 den begehrten Avery Fisher Career Grant gewonnen hat, gehört er zur Weltspitze der geigenden Zunft. 1992 gewann er außerdem den Preis der Accademia Chigiana in Siena, den vor ihm Musiker wie Gidon Kremer, Shlomo Mintz, Anne-Sophie Mutter, Krystian Zimerman oder Jewgenij Kissin erhalten hatten. Im Jahr 2000 wurde Gil Shahams Aufnahme des Violinkonzertes Nr. 2 und der Rhapsodien Nr. 1 & 2 von Bartók für den Grammy Award nominiert.
Geboren 1971 in Champaign-Urbana im US-amerikanischen Staat Illinois, wuchs Gil Shaham in Israel auf. Siebenjährig erhielt er Violinunterricht von Samuel Bernstein an der Rubin Academy of Music in Jerusalem. Wegen seines außergewöhnlichen Talentes förderte ihn die America-Israel Cultural Foundation mehrere Jahre lang mit einem Stipendium. 1980 – er studierte inzwischen bei Chaim Taub – spielte der Hochbegabte den Geigengrößen Isaac Stern, Nathan Milstein und Henryk Szeryng vor. Ab 1980 kam er regelmäßig in den Sommermonaten nach Colorado an die Aspen Music School, um bei Dorothy DeLay, Jens Ellerman und Hyo Kang zu studieren.
Seine solistische Karriere begann 1981 in Jerusalem, führte nach Tel Aviv, in die USA, 1986 nach Europa, wo er beim Schleswig-Holstein Musik Festival für Furore sorgte. Seither spielt er mit allen großen Orchestern Europas, nimmt sich aber Freiräume für Kammermusik und Soloabende. Gil Shaham hat sich bei allem Erfolg sein bescheidenes, interessiertes, unkompliziertes Naturell bewahrt. Der sympathische Geiger ist Vater eines kleinen Sohnes und lebt heute mit seiner Familie (seine Frau Adele Anthony ist ebenfalls eine exzellente Geigerin) in New York.

KONZERT am 18.02.2011
KONZERT am 29.04.2011
KONZERT am 10.06.2011

Sonderkonzert
Fr 10.02.2012 | 21.00 Uhr
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