Matti Salminen
Bass
Matti Salminen wurde in Turku/Finnland geboren. Er studierte am Musikinstitut seiner Heimatstadt und an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Es folgten Studienaufenthalte in Italien und Deutschland.
1969 gab er als Philipp II. in Verdis „Don Carlos“ sein Debüt an der Finnischen Nationaloper. Er war zunächst Ensemblemitglied der Kölner Oper, gastierte 1973 an der Mailänder Scala, wo er im „Ring des Nibelungen“ sein Partiendebüt als Fafner gab. Als Fafner war er 1976 bei den Bayreuther Festspielen zu erleben, wo er in der Folge den Fasolt, Hunding, Daland und König Marke sang. Als Seneca in „L’Incoronazione Di Poppea“ reüssierte er beim legendären Monteverdi-Zyklus der Zürcher Oper und gab Gastspiele in allen wichtigen Opernhäusern.
Zum Repertoire von Matti Salminen zählen außerdem die Partie des Hagen in der „Götterdämmerung“ oder Gurnemanz in „Parsifal“, aber auch Osmin, Sarastro und Kaspar. Er trat in „Fidelio“ als Rocco auf, sang den Gremin in „Eugen Onegin“ und die Titelpartie in „Boris Godunow“.
In Berlin ist Matti Salminen seit seinem Debüt 1977 an der Deutschen Oper als Pogner in „Die Meistersinger von Nürnberg“ ein vertrauter und außerordentlich geschätzter Gast. Er sang Ramphis, den Landgrafen Hermann in „Tannhäuser“ und König Philipp II..
Mit Marek Janowski verbindet den finnischen Bass vor allem die Zusammenarbeit bei der ersten digitalen Gesamteinspielung des „Rings“ mit der Staatskapelle Dresden und weiteren namhaften Sängern in den 1980er Jahren. Sie gilt bis heute als eine Referenzaufnahme der Wagner-Operntetralogie. Im neuen Wagnerzyklus von 2010 bis 2013 von Marek Janowski mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin übernimmt Matti Salminen mehrere Rollen – den Daland, den Fafner in „Rheingold“ und „Siegfried“ sowie einen Nachtwächter in den „Meistersingern“.
KONZERT am 13.11.2010
KONZERT am 03.06.2011