Mit Marek Janowski
Seit Beginn der Ära von Marek Janowski als Künstlerischem Leiter und Chefdirigent im Jahre 2002 hat sich das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin international einen klangvollen Namen erworben zwischen den Berliner Spitzenorchestern und in der ersten Reihe der deutschen
Rundfunkorchester. Janowskis zyklische Programmkonzepte der vergangenen Jahre um Mozart, Hartmann, Wagner, Bartók, Bruckner oder Strauss, die Etablierung neuer interessanter Konzertsäle und eine junge Ausstrahlung tragen zum modernen Selbstverständnis des ältesten deutschen Rundfunk-Sinfonieorchesters bei. Zwischen 2010 und 2013, dem 200. Geburtsjahr von Richard Wagner, hat sich das RSB mit Marek Janowski das ehrgeizige Ziel gesetzt, zehn wichtige Bühnenwerke des Jubilars konzertant aufzuführen. Die Nachfrage nach internationalen Gastspielen setzt sich ungemindert fort.
Gastdirigenten
Das mit Marek Janowski erreichte Leistungsniveau macht das RSB attraktiv für Dirigenten der aktuellen Spitzenklasse. Mit einigen Stars der jüngeren Generation verbindet das RSB eine intensive Zusammenarbeit: Andris Nelsons, Kristjan Järvi, Yannick Nézet-Séguin. 2010 debütiert u. a. Ilan Volkov beim RSB. Dirigentenpersönlichkeiten wie Gerd Albrecht, Marc Albrecht oder Hugh Wolff kommen gern ans Pult dieses Orchesters nach Berlin.
Gastkonzerte
Eine rege Gastspieltätigkeit führte das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Frühjahr 2009 zum zehnten Mal nach Asien mit zwölf Konzerten in Südkorea und Japan. Die Festspielsaison 2009|2010 umfasst Einladungen zum Musikfest Colmar, zum Prager Frühling, zum Quincena . Musical de San Sebastián und zu den Stuttgarter Bachwochen. Es wird Konzerte geben in mehreren Städten Spaniens, im Konzerthaus Wien und in Graz. Der Bruckner-Zyklus in der Philharmonie Essen wird fortgesetzt. Zu festen Partnern zählen das Musikfest Berlin, die Festspiele Mecklenburg Vorpommern, die Brandenburgischen Sommerkonzerte und der Choriner Musiksommer. Für September 2010 befindet sich eine Tournee ins Baltikum in Vorbereitung, Lateinamerika steht im Herbst 2011 auf dem Programm.Eine Wiedereinladung nach Südkorea und Japan liegt für November 2011 vor.
Partnerschaft
In Zusammenarbeit mit Deutschlandradio steht das Orchester über seine zahlreichen öffentlichen Konzerte in Berlin und im Ausland hinaus im Studio für Rundfunk- und CD-Aufnahmen zur Verfügung. Zahlreiche Tonträger des RSB wurden mit renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter 2006 Paul Hindemiths letzte Oper „Das lange Weihnachtsmahl“ (Dirigent: Marek Janowski) und 2002 die Oper „Die Harmonie der Welt“ vom gleichen Komponisten. Mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik wurden die erste (2005) und die zweite CD (2006) mit Schnittkes Filmmusiken (Dirigent: Frank Strobel) ausgezeichnet, 2007 Werke von Karl Amadeus Hartmann, dirigiert von Marek Janowski. Die beiden „Echo Klassik“-Preise 2007 erhielt das Orchester für Ernst Kreneks Oper „Sardakai“ und für die Weltersteinspielung von Hans Werner Henzes „Aristaeus“ unter Leitung von Marek Janowski. Von Hans Werner Henze . werden Marek Janowski und das RSB in Kooperation mit Deutschlandradio und dem Label Wergo bis 2010 das sinfonische Gesamtwerk einspielen.
Geschichte
Als ältestes deutsches rundfunkeigenes Sinfonieorchester geht das Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin auf die allererste musikalische Funkstunde im Oktober 1923 zurück. Die Chefdirigenten (u. a. Sergiu Celibidache, Eugen Jochum, Hermann Abendroth, Rolf Kleinert, Heinz Rögner, Rafael Frühbeck de Burgos) formten einen Klangkörper, der wie kein zweiter in Deutschland das Auf und Ab der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert mitvollzogen hat. Die Musik aller Stilepochen von der Vorklassik bis hin zur Moderne bildet das sinfonische Repertoire des RSB, das sich seit seiner Gründung in . besonderer Weise auch für die zeitgenössische Musik engagiert. .
Die besten Komponisten des 20. Jahrhunderts traten selbst ans Pult dieses Orchesters oder führten als Solisten eigene Werke auf: Paul Hindemith, Arthur Honegger, Darius Milhaud, Sergei Prokofjew, Richard Strauss, Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Wladimir Vogel, Kurt Weill und Alexander Zemlinsky ebenso wie in jüngerer Zeit Krzysztof Penderecki, Peter Maxwell Davies, Friedrich Goldmann, Berthold Goldschmidt,
Siegfried Matthus, Matthias Pintscher, Peter Ruzicka oder Heinz Holliger.
Das RSB gehört seit 1994 der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH Berlin (roc berlin) an. Sie ist ein Verbund von vier hauptstädtischen Rundfunkklangkörpern (RIAS Kammerchor, Rundfunkchor Berlin, RSB, DSO), der vom Deutschlandradio (40%), der Bundesrepublik Deutschland (35%), dem Land Berlin (20%) und dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (5%) gemeinsam getragen wird.
Orchesterbiographie und Fotos zum Download