Arbeit im Studio
Was macht das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin eigentlich direkt für den Rundfunk? Die Anzahl der Studiotage in der Saison 2009|2010 beträgt 34. Das sind fast sieben Wochen des Jahrespensums des Orchesters oder soviel wie eine ganze Abonnementreihe! Zehn Aufnahmeprojekte unter Leitung von Marek Janowski, Kristjan Järvi, Ilan Volkov, Horia Andreescu, Peter Hirsch, Matthias Foremny u.a. widmen sich zum Beispiel Werken von Hans Werner Henze, Johannes Brahms, Richard Strauss, Oskar Fried, Luigi Dallapiccola, Arvo Pärt, Wilhelm Berger, Iwan Wyschnegradsky. Die meisten Rundfunkaufnahmen verwerten Deutschlandradio und RSB gemeinsam mit ausgewählten Labels auf CD. Jahr für Jahr kommen neue CDs auf den Markt, die vielfach mit renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet werden. Aus der Serie der Gesamtaufnahme aller Sinfonien von Hans Werner Henze mit Marek Janowski sind Nr. 7 und Nr. 8 im Jahr 2008 erschienen, Nr. 9 befindet sich in Vorbereitung und Nr. 5 und Nr. 6 sind für 2009|2010 geplant.
Ausstrahlung
Die enge Zusammenarbeit mit Deutschlandradio Kultur und mit dem Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg ermöglicht es, die meisten Konzerte des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin in Berlin, Brandenburg und in ganz Deutschland zu empfangen. Im Rahmen des Musikaustauschs im Verbund der European Broadcasting Union (EBU) werden einige von ihnen in der ganzen Welt gehört. Im Konzertkalender dieser Saisonbroschüre finden Sie die Information, welches Konzert von welchem Sender aufgezeichnet und gesendet wird. Die Sendetermine werden spätestens im Abendprogrammheft bekannt gegeben.
Partnerschaft
Seit 1923 arbeiten der deutsche Rundfunk und sein erstes Orchester, das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Hand in Hand. Das Rundfunk-
Sinfonieorchester Berlin gehört seit 1994 der Rundfunk-Orchester und -Chöre GmbH Berlin (roc berlin) an. Das Deutschlandradio ist an der roc berlin als größter Gesellschafter mit 40 % beteiligt. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hält 5 % der Anteile, die Bundesrepublik Deutschland 35 % und das Land Berlin 20%.
Ultraschall
Die beiden Sender Deutschlandradio Kultur und Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg veranstalten gemeinsam „Ultraschall“, das Festival zeitgenössischer Musik in Berlin. Es ist inzwischen zu einer festen Größe im deutschen Musikleben geworden. Die Publikumsnachfrage nach den „Ultraschall“- Konzerten ist erfreulich hoch. Hier nimmt das Radio seinen Auftrag unmittelbar wahr. Das RSB ist von Anfang an dabei gewesen und spielt 2010 das Eröffnungskonzert unter Leitung von Johannes Kalitzke.