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Künstlerischer Leiter

Marek Janowski

Marek Janowski

Marek Janowski

Künstlerischer Leiter
Seit 2002 ist Marek Janowski Künstlerischer Leiter des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin. Nachdem das Orchester Marek Janowski im Herbst 2008 die Position des Chefdirigenten auf Lebenszeit angetragen hatte, kamen beide Seiten überein, das Vertragsverhältnis zunächst bis 2016 zu verlängern. Außerdem ist Marek Janowski seit 2005 Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande in Genf.

Musikdirektion
Zwischen 1984 und 2000 führte der Dirigent als Musikalischer Leiter das Orchestre Philharmonique de Radio France zu internationalem Ansehen und machte es zum Spitzenorchester Frankreichs. 1986 bis 1990 amtierte er parallel zu seiner Arbeit in Frankreich als Chefdirigent des Gürzenich-Orchesters in Köln, 1997 bis 1999 war er außerdem Erster Gastdirigent des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Von 2000 bis 2005 stand Marek Janowski als Musikdirektor an der Spitze des Orchestre Philharmo¬nique de Monte-Carlo. 2001 bis 2003 hatte er die Chefposition auch bei der Dresdner Philharmonie inne.

Karriere
1939 geboren in Warschau, aufgewachsen und ausgebildet in Deutschland (Kapellmeisterstudium in Köln u.a. bei Wolfgang Sawallisch), führte Marek Janowskis künstlerischer Weg über Korrepetitoren- und Kapellmeistertätigkeiten in Aachen, Köln, Düsseldorf und Hamburg zu Engagements als Generalmusikdirektor nach Freiburg i. Br. (1973-75) und Dortmund (1975-79). An die Zeit in Dortmund schloss sich eine rege Tätigkeit in der internationalen Opern- und Konzertszene an. Es gibt zwischen Metropolitan Opera New York und Bayerischer Staatsoper München, zwischen Chicago, San Francisco und Hamburg, zwischen Wien, Berlin und Paris kein Opernhaus von Weltruf, wo er seit den späten siebziger Jahren nicht regelmäßig zu Gast war.

Konzertdirigent
In den 1990er Jahren hat Marek Janowski sich aus der Opernszene zurückgezogen, weil die Entwicklung des Regietheaters immer weniger mit seinen künstlerischen Grundansichten übereinstimmte. Im Konzertbetrieb, auf den er sich seitdem ausschließlich konzentriert, führt er die große deutsche Dirigententradition fort, gilt weltweit als herausragender Beethoven-, Schumann-, Brahms-, Bruckner- und Strauss-Dirigent, aber auch als Fachmann für das französische Repertoire.
Sein Abschied von der Oper war indes nur ein institutioneller, kein musikalischer. Deswegen zählt Marek Janowski heute mehr denn je zu den Experten für die Musik zum Beispiel von Richard Wagner.
Als Gastdirigent u. a. in den USA beim Pittsburgh, dem Boston, dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Philadelphia Orchestra, in Europa beim Orchestre de Paris, dem Orches-ter der Tonhalle Zürich, dem Dänischen Rundfunk-Sinfonieorchester Kopenhagen oder dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg genießt er außerordentliches Ansehen wegen der Effizienz seiner Arbeit, die auf äußerst präzisen Interpretationsvorstellungen basiert. Sein unbedingter Anspruch an Genauigkeit, die bestechende Partiturkenntnis, das unbeirrbare Gehör und die klare Zeichengebung gehen einher mit innovativen Programmideen und einer ungewöhnlichen Sicht auf Unterschätztes oder scheinbar Altbekanntes.

An der Spitze des RSB
1999 nahm Marek Janowski erst-mals eine Einladung des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin an und leitete 2000 die später dreifach preisgekrönte Aufnahme von Paul Hindemiths Oper „Die Harmonie der Welt“. Die erste Saison als Künstlerischer Leiter dieses Orchesters eröffnete er im Herbst 2002 mit einem Schumann-Zyklus, 2004 begründete er die Reihe „Klangbrücken“ mit Werken Hindemiths und Haydns. Sechs Violinkonzerte der 1930er Jahre, gespielt von Frank Peter Zimmermann, prägten die Saison 2004 | 2005. Mit einem Hartmann-Mozart-Zyklus setzte Marek Janowski 2005 | 2006 programmatische und interpretatorische Maßstäbe. 2006 | 2007 bildete der Zyklus „Wagner kompakt“ ein Zentrum der Arbeit, in der Saison 2007 | 2008 nahm Anton Bruckner den wichtigen Repertoireplatz ein, den 2008 | 2009 Richard Strauss inne hatte. Auf Ludwig van Beethoven und einen Zyklus mit französischer Musik in 2009 | 2010 folgt in den Jahren 2010 bis 2013 eine konzertante Aufführungsserie der zehn großen Opern und Musikdramen Richard Wagners.

Aufnahmen
Mehr als 50 zumeist mit internationalen Preisen ausgezeichnete Schallplatten – darunter mehrere Operngesamtaufnahmen und komplette sinfonische Zyklen – tragen seit 35 Jahren die besonderen Fähigkeiten Marek Janowskis als Dirigent in die Welt. Bis heute gilt seine Gesamteinspielung (1980-83) von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ mit der Staatskapelle Dresden als eine der musikalisch interessantesten, die von diesem Werk je aufgenommen wurde. 2008 hat Marek Janowski in Pittsburgh alle Sinfonien von Johannes Brahms aufgenommen. In Genf ist eine CD-Serie mit den Sinfonien von Anton Bruckner weit fortgeschritten. In Berlin realisierte er 2009 eine Aufnahme des Deutschen Requiems von Johannes Brahms und ist dabei, die Gesamtaufnahme der Sinfonien von Hans Werner Henze zu vollenden.

Biographie und Fotos zum Download

 

 

 

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